• 10.02. Mi
    19:00 - 20:30
    Literarisches Quartier
    • DUOS VI: OVOCUTTERS.

    • Das Duo aus CHRISTOPH HOFER (Akkordeon) und SONJA LEIPOLD (Cembalo) spielt Werke von
      Manuela Kerer, Jaime Wolfson, Sylvie Lacroix, Matthias Kranebitter, Šimon Voseček, Ying Wang, Fernando Riederer u.a.
      Das sechste Konzert der Duo-Reihe widmet sich zeitgenössischen Kompositionen aus Österreich für die ungewöhnliche, aber effektvolle
      Besetzung (Akkordeon und Cembalo) der Ovocutters. Der Großteil der Stücke im Programm wurde eigens für das Duo komponiert und von diesem uraufgeführt. Der Abend bietet Einblick in ein hervorragendes musikalisches Labor großer Experimentierfreudigkeit junger und renommierter KomponistInnen,
      die in enger Zusammenarbeit mit den Ovocutters diese vielfältige Sammlung hervorgebracht haben. Im Rahmen dieses Konzertes werden drei Kompositionen (von Matthias Kranebitter, Se-Lien Chuang und Ying Wang) uraufgeführt. A. del Valle-Lattanzio

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  • 11.02. Do
    19:00 - 20:30
    Alte Schmiede
    • Katz und Kuhu, Körper und Sprach/spiel

    • MIEZE MEDUSA (Wien) liest aus Meine Fußpflegerin stellt Fragen an das Universum. Geschichten (Milena Verlag, 2016) •
      MARKUS KÖHLE (Wien) liest aus Kuhu, Löwels, Mangoldhamster. Die vier Jahreszeiten der Wolpertinger (mit Sabine Freitag, Sonderzahl Verlag, 2015) und stellt das zugrundeliegende Projekt vor • Einleitungen und Moderation: Daniel Terkl

      Mit Ausnahme eines leidenschaftlichen Pamphlets gegen Halbherzigkeit in seiner Mitte ersteht die erzählerische Imagination in Mieze Medusas aktuellem Buch aus der Ich-Perspektive. Dieses Ego wechselt durch Geschlechter, Alter, Lebenssituationen und mit ihm Sprache, Interessen, Bezüge und Schmäh, während seine stetige Gegenwart ungefähr mit dem Veröffentlichungszeitpunkt und -land des Buches übereinstimmt. Die Geschichten erzählen unter anderem von ungewollt neoliberalem Unternehmertum in einer verfeinerten Variante der Umgangssprache seiner Akteure oder in kurzen Sätzen und in lakonischem Ton von rumänischen Holzknechten in Österreich. Eine je eigene Körper-Person-Welt-Beziehung, ein ständiges Ich-und-die-anderen klingt als Leitmotiv durch ein lustvolles Spiel mit Sprache, mit einzelnen Worten, mit Rhythmus.

      Mieze Medusa, *1975 in Schwetzingen, Studium der Deutschen Philologie und Anglistik in Innsbruck, lebt in Wien. Poetry Slammerin, u.a. seit 2011 im Team MYLF mit Yasmin Hafedh und Poetry-Slam-Veranstalterin; Musikerin mit dem Hiphop/Rap-Bandprojekt mieze medusa & tenderboy; Autorin. Arbeiten für Theater, u.a. Freilich ist Österreich (2015); Buchpublikationen (Auswahl): Freischnorcheln. Roman (2008); Doppelter Textpresso (mit Markus Köhle, 2009); Mia Messer. Roman (2012).

      *

      Ein Spiel mit Sprache liegt der Erfindung allerlei Wolpertinger, Mischwesen aus verschiedenen Tieren, Tieren mit Obst, Gemüse oder anderem, zugrunde; ihre Namen sind Portmanteaus wie »Blutrehegel«, »Paprikatze«, »Derridachs«. Mehr als fünfzig Beschreibungen von Markus Köhle stehen wie in einem Naturführer den einfallsreichen, von Sabine Freitag gezeichneten Darstellungen gegenüber. Es sind Fabel-hafte Charakterisierungen, deren Witz aus dem Spiel mit Assoziationen, Verschiebungen, allerlei Wortzusammensetzungen, Anspielungen und der genregemäß enthaltenen Moral erwächst.

      Markus Köhle, *1975 in Nassereith, Studium der Germanistik und Romanistik in Innsbruck und Rom, lebt in Wien. Literarisch, literaturkritisch, -wissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter aktiv. Publikationen (Auswahl): Pumpernickel. Erzählungen (2003); Letternletscho. Ein Stabreim-Abcetera (2004); Couscous à la Beuschl. Episodenroman (2004); Brahmskoller. Mit Textvorhängen (2005); Riesenradschlag. Kolumnen (2007); Bruchharsch. Prosa (2009); Dorfdefektmutanten. Ein Heimatroman (2010); Hanno brennt. Roman (2012); Ping-Pong-Poetry (mit Mieze Medusa; Buch und CD, 2013).

       

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Die Alte Schmiede im Jänner 2016

Geschätzte den Dicht- und Erzählkünsten Verbündete,

wir hoffen und wünschen, dass für Sie und für uns alle ein friedliches Neues Jahr beginnen möge, in dem mehr Konflikte gelöst als entfacht werden können.

Seit nunmehr zehn Jahren widmet sich die Reihe Raum für Notizen der Wiener Autor/innen-Edition ch der internationalen visuellen, digitalen und transmedialen Poesie. Ebenso bildet die galerie wechselstrom von Renate Pittroff und Christoph Theiler eine Plattform für transmediale Kunst im transkulturellen Austausch. Als Kooperationsprojekt von Renate Pittroff, Christoph Theiler, dem Medienkünstler jörg piringer und dem Autor und Herausgeber der edition ch Günter Vallaster gibt es an zwei Abenden in der Alten Schmiede und, flankiert von einer Ausstellung, an zwei Abenden in der Galerie ein kleines Festival mit visuell-, digital- und transmedial-poetischen Lesungen und Performances von Teilnehmer/innen aus den USA, Japan, Spanien, Ungarn und Österreich. Montag, 11.1.2016, und Dienstag, 12.1.2016, 19.00, Alte Schmiede, Mittwoch, 13.1.2016, 19.00, und Mittwoch, 27.1.2016, 19.00, galerie wechselstrom (XVI., Grundsteingasse 44).

*

Die Psychotherapeutin und Sozialmanagerin Dr. Margaretha Maleh ist seit Mai 2015 Präsidentin des österreichischen Zweiges der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Sie ist der sechste Gast in Ilija Trojanows Reihe WELTBEFRAGUNG  zu entscheidenden Entwicklungen der Gegenwart. Donnerstag, 28.1.2016, 19.00, Alte Schmiede. mehr…

räume für notizen

Seit nunmehr zehn Jahren widmet sich die Reihe Raum für Notizen der Wiener Autor/innen-Edition ch der internationalen visuellen, digitalen und transmedialen Poesie. Ebenso bildet die galerie wechselstrom von Renate Pittroff und Christoph Theiler eine Plattform für transmediale Kunst im transkulturellen Austausch. Als Kooperationsprojekt von Renate Pittroff, Christoph Theiler, dem Medienkünstler jörg piringer und dem Autor und Herausgeber der edition ch Günter Vallaster gibt es an zwei Abenden in der Alten Schmiede und, flankiert von einer Ausstellung, an zwei Abenden in der Galerie ein kleines Festival mit visuell-, digital- und transmedial-poetischen Lesungen und Performances von Teilnehmer/innen aus den USA, Japan, Spanien, Ungarn und Österreich.

Montag, 11.1.2016, und Dienstag, 12.1.2016, 19.00, Alte Schmiede, Mittwoch, 13.1.2016, 19.00, und Mittwoch, 27.1.2016, 19.00, galerie wechselstrom (XVI., Grundsteingasse 44).

 

 

 

 

 

 

  • 10.02. Mi, 19:00

    • DUOS VI: OVOCUTTERS.

    • Das Duo aus CHRISTOPH HOFER (Akkordeon) und SONJA LEIPOLD (Cembalo) spielt Werke von
      Manuela Kerer, Jaime Wolfson, Sylvie Lacroix, Matthias Kranebitter, Šimon Voseček, Ying Wang, Fernando Riederer u.a.
      Das sechste Konzert der Duo-Reihe widmet sich zeitgenössischen Kompositionen aus Österreich für die ungewöhnliche, aber effektvolle
      Besetzung (Akkordeon und Cembalo) der Ovocutters. Der Großteil der Stücke im Programm wurde eigens für das Duo komponiert und von diesem uraufgeführt. Der Abend bietet Einblick in ein hervorragendes musikalisches Labor großer Experimentierfreudigkeit junger und renommierter KomponistInnen,
      die in enger Zusammenarbeit mit den Ovocutters diese vielfältige Sammlung hervorgebracht haben. Im Rahmen dieses Konzertes werden drei Kompositionen (von Matthias Kranebitter, Se-Lien Chuang und Ying Wang) uraufgeführt. A. del Valle-Lattanzio

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MISCHKULANZ – Zur gegenwärtigen experimentellen Poesie in Österreich


Immer wieder kann ein Blick von außen unerwartete Erkenntnisse und Einsichten über das eigene Tun und Lassen ans Tageslicht bringen. Das gilt natürlich auch für den Bereich der Künste und der Literatur. Vergleiche mit Entwicklungen in anderen Ländern schaffen oft erst Klarheit über Bedingungen und Gründe, aus denen literarische Arbeiten auf ihre jeweils besondere Art entstehen. Die russische Literaturwissenschaftlerin, Germanistin und Übersetzerin Juliana Kaminskaja, die bereits mehrmals Aufenthalte in Wien zum Studium der hiesigen »experimentellen«, auch die Sprache selbst als Gegenstand der literarischen Mitteilung behandelnden Poesie nützen konnte, hat einen umfassenden Aufsatz über die aktuelle Situation dieser nunmehr seit sieben Jahrzehnten in Österreich praktizierten dichterischen Traditionen der Moderne geschrieben. mehr…

Lavant Quartet (Musik) und G. König (Lesung)

Musikalische Kommunikation zwischen Kommunion und Reflexion

Volkmar Klien

Während die Zukunft wohl noch nie ganz so klar vor Augen gelegen haben mag wie das die Vergangenheit stets zu tun scheint, ist es in der Musik heute noch weniger denn je ausgemacht, wohin der Weg führt. In Anbetracht dieser Situation ist es angebracht und mittlerweile Sitte, vorsichtig und im Plural zu formulieren, also von »Wegen« zu sprechen. Nicht einmal die Gegenwart mehr..