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11.3. Donnerstag 19.00
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FERDINAND SCHMATZ (Wien; H.C.Artmann Preis 2006, Ernst Jandl Preis 2009) liest aus QUELLEN. Gedichte. (Haymon Verlag, 2010) Einleitung und Gesprächsführung: ELISABETH von SAMSONOW (Universität der Künste, Wien)
In einem lyrischen Triptychon betritt Ferdinand Schmatz ein Boot aus Worten, das die Donau von den Quellen bis zur Mündung hinabgleitet, den Blick gerichtet auf die Ufer, an denen sich Natur und Zivilisation, Garten und Stadt gegenüberstehen.
Im Rauschen des Flusses, im Palast der Sprache erklingen Echos der Welt; Musik, Kunst und Literatur sind jene Quellen, aus denen Ferdinand Schmatz Denk- und Sprachmaterial für seine Dichtung schöpft.
Wendelin Schmidt-Dengler charakterisierte Ferdinand Schmatz’ Gedichte als sensibel und nicht gefühlsduselig, witzig und nicht spaßig, genau und nicht spröde, rätselhaft und nicht unklar, subjektiv und nicht diffus, formbewusst und nicht formalistisch.

Ferdinand Schmatz, *1953, lebt als freier Schriftsteller in Wien und Burgenland. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien. Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz (1986-1994). Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Ernst-Jandl-Preis 2009. Publikationen: der gesamte lauf 1975-1977 (1977); die lichtung und der bienenstock (1977); fünf nächte (mit Peter Veit, 1979); der (ge)dichte lauf. 1977-1980 (1981); die wolke und die uhr. gedicht (1986); Die Reise. In 80 Gedichten um die Welt (mit F.J. Czernin, 1987); Die Reise. In 80 flachen Hunden in die ganze tiefe Grube (mit F.J. Czernin, 1987); Die Kunst der Enzyklopädie (mit Heimo Zobernig, 1988); Teller und Schweiss (mit F. J. Czernin, 1991); Lexikon der Kunst 1992 (mit Heimo Zobernig, 1992); Sinn & Sinne. Wiener Gruppe, Wiener Aktionismus und andere Wegbereiter (1992); speise gedichte (1992); Sprache Macht Gewalt. Stich-Wörter zu einem Fragment des Gemeinen (1994); Farbenlehre (mit Heimo Zobernig, 1995); dschungel allfach. prosa gedicht (1996); Lieber Herr Fuchs – Lieber Herr Schmatz! Eine Korrespondenz zwischen Dichtung und Systemtheorie (1997); maler als stifter. Poetische Texte zur bildenden Kunst (1997); Radikale Interpretationen. Aufsätze zur Literatur (1998); das grosse babel,n (1999); Portierisch. Nachrichten aus dem Berge (2001); Tokyo, Echo oder wir bauen den Schacht zu Babel, weiter (2004); Durchleuchtung. Ein wilder Roman aus Danja und Franz (2007).

Elisabeth v. Samsonow, *1956 in Raubling/Rosenheim. Künstlerin, Ordentliche Universitätsprofessorin für Philosophische und Historische Anthropologie der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Forschungsschwerpunkte: Dynamik des kulturellen Gedächtnisses, Soziologie und Psychologie der Bindungen bzw. Beziehung in räumlicher und historischer Perspektive, Theorie der soliden Körper. Ausstellungen und zahlreiche Publikationen, zuletzt erschienen: Chroma Drama. Widerstand der Farbe (2001); Biographien des organlosen Körpers (2003).