^ Alte Schmiede - Der Verein mit dem Hammer
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29.3. Montag
19.00
AS
URSULA HAAS (München) Drei Frauen. Roman (Kyrene Verlag 2009) DOROTHEA MACHEINER (Salzburg) Fra Jean. Eine Vermutung (Edition Roesner)  MANFRED WIENINGER (St. Pölten) Rostige Flügel. Ein Marek-Miert-Krimi (Haymon Verlag) Reihe Textvorstellungen: Lesungen, Diskussion
Motto: Literarische Recherche
Redaktion und Moderation: RENATA ZUNIGA
In seinem fünften Fall wird der von Manfred Wieninger ersonnene Privatdetektiv Marek Miert von einer zum Zerbrechen zarten Frau beauftragt, ihren Mann zu beschatten. Seit der Buchhändler nämlich die Überreste eines Zwangsarbeiterlagers aus der Nazizeit auf eigene Faust erforscht, geschehen beunruhigende Dinge. Marek Miert, der kaffesüchtige Liebhaber von Rotwein und regionaler Kost, gerät in diesem Fall zwischen sämtliche Fronten. Nicht nur mächtige Textilfabrikanten und Gabloner, der schizoide Chef der Harlander Polizei, sogar die ukrainische Mafia machen dem eigenwilligen Ermittler das Leben schwer.
Nach und nach entwickelt Dorothea Macheiner auf ihren Reisen eine wachsende Sensibilität für die energetischen Schwingungen spezieller Orte. Erkenntnisse von Tag- und Nachtträumen, ins Bewußtsein getragen, vervollständigen das Bild. Als eine innere Stimme dann noch sagt, dass sie bereits in früheren Zeiten hier gewesen sei, verdichtet sich Macheiners Vermutung, mit einem vorgeburtlichen Gedächtnis in Kontakt gekommen zu sein. Unbeirrbar, mutig und ihrer künstlerischen Inspiration treu, entsteht vor unseren Augen eine Geschichtsschreibung besonderer Art.
Anhand der Lebensgeschichten der Bildhauerin Camille Claudel, der Fotografin und politischen Aktivistin Tina Modotti und der Icherzählerin Lenka, analysiert Ursula Haas hundert Jahre Entwicklung weiblicher Künstler. Die leidenschaftliche Camille Claudel endet im Wahn, der einen jahrzehntelangen Aufenthalt in einer Irrenanstalt nach sich zieht, Tina Modotti stellt ihre Kunst hintan und sich in den Dienst politisch motivierter Kämpfe. Allein Lenka gelingt ein Rollenwechsel und somit ihre Befreiung, indem sie sich von einer langjährigen Nur-Hausfrau zu einer ernstzunehmenden Schriftstellerin entwickelt.
(Renata Zuniga)